Alternativen

foto: fudder.de

In vielen anderen Städten gibt es ähnliche Problemlagen. Diese Reagieren jedoch mit ganz anderen, viel intelligenteren Lösungen auf diese Herauforderung:

Das Wiener Projekt „SAM“
Ziel von SAM – sicher, sozial, aktiv, mobil – ist, das subjektive Sicherheitsgefühl der Nutzerinnen und Nutzer im öffentlichen Raum zu erhöhen und die gegenseitige Akzeptanz so zu verbessern, dass dort ein verträgliches Nebeneinander möglich ist. SAM setzt niedrigschwellige und allparteiliche Arbeit sehr konsequent und erfolgreich um. Das Projekt wird von den als störend empfundenen Gruppen und der Allgemeinbevölkerung ebenso gut angenommen wie von Geschäftsleuten, die sich auch aktiv an SAM wenden.
http://www.suchthilfe.at/mobile-soziale-arbeit/sam/

Das Projekt „Die Nachtwanderer“ in Bremen
Die Initiative „Nachtwanderer“ hat sich bereits in vielen deutschen Städten und Gemeinden bewährt. Die Nachtwanderer wollen, dass sich die Jugendlichen in der Nacht nicht allein gelassen fühlen. Deshalb sind sie, an ihrer Kleidung erkennbar, immer an den Wochenenden in kleineren Gruppen von mindestens 3 – 4 Ehrenamtlichen in der Zeit von ca. 20.00 Uhr bis 3.00 Uhr auf den Plätzen unterwegs, auf denen sich häufig Jugendliche aufhalten.
Sie kümmern sich um Jugendliche im öffentlichen Raum, hören zu, helfen, begleiten Jugendliche nachts nach Hause und bieten sich als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner an. Sie führen bei Streitigkeiten vermittelnde Gespräche, versuchen deeskalierend auf Jugendliche einzuwirken.

Allparteiliches Konfliktmanagement in München
Mit Beschluss im Januar hat die Stadt München ein Allparteiliches Konfliktmanagement eingerichtet. Es solle eine zentrale Stelle geschaffen werden, die für das gesamte Stadtgebiet bei Anfragen zu Konfliktlösungen im öffentlichen Raum eine erste Konfliktanalyse vornimmt und vor Ort mit einem allparteilichen Ansatz präsent ist.
Grundlage für die Arbeit von AKIM soll ein von AKIM zu erstellender Leitfaden „Konfliktlösung im öffentlichen Raum“ sein, der Handlungsmöglichkeiten benennt, die sich nach der Art und dem Eskalationsgrad des Konflikts und den verschiedenen Zuständigkeiten richten.

Ziel ist es, damit eine erste grobe Einschätzung vorzunehmen, ob ein Konflikt:
– durch Streetwork oder Mediation bearbeitet werden kann oder andere Interventionen
– situativ bearbeitet werden soll (Deeskalation vor Ort) oder konzeptionell (Runder Tisch),
– einen externen Einsatz erfordert oder durch Ressourcen vor Ort bearbeitet werden kann,
– kleinteilig bearbeitet werden kann (zwischen direkt Betroffenen) oder andere Ebenen benötigt (Runder Tisch mit vielfältigen Akteurinnen und Akteuren).

Schließlich soll AKIM ein Netzwerk mit den Akteurinnen und Akteuren im Sozialraum aufbauen. Der Schwerpunkt der Tätigkeit ist der Einsatz im öffentlichen Raum. Die vier Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sollen als neutrale Ansprechpartnerinnen und -partner vor Ort präsent sein und mit den Nutzerinnen und Nutzern und Anwohnerinnen und Anwohnern, Polizei, etc. in Kontakt treten. Bei Bedarf ist es ihre Aufgabe ad hoc zu vermitteln und zur Deeskalation vor Ort beizutragen.

Für das Projekt rechnet die Stadt München mit Gesamtkosten von: 355.697,00 EUR pro Jahr.

Artikel im Münchner Merkur

Artikel in der Süddeutschen Zeitung

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